Manuka Honig

Die Heilwirkung von Manuka Honig ist der Menschheit schon seit Urzeiten bekannt – 9.000 Jahre alte Höhlenmalereien zeugen davon. Bereits Hippokrates wusste, dass Wunden und Geschwüre durch die Behandlung mit Honig schneller abheilen.

Der Manuka Honig aus Neuseeland ist jedoch ein ganz besonderer Honig, dessen Heilkraft die von ganz gewöhnlichem Honig um ein Vielfaches übertrifft. Er wird schon seit Jahrhunderten von den Ureinwohnern Neuseelands, den Maori, zu medizinischen Zwecken sowohl innerlich wie auch äußerlich eingesetzt. Ihm wird eine besonders starke antibakterielle Wirkung zugeschrieben und er soll sogar gegen antibiotikaresistente Krankenhauskeime wirken.

Gewonnen wird er aus dem Nektar der Blüten des in Neuseeland wachsenden Teebaums (Leptospermum scoparium).

Manuka Honig Waabe mit Biene

Heilwirkung durch MGO

Erst kürzlich konnte die Verbindung, die für das starke antibakterielle Potenzial verantwortlich ist, identifiziert werden. Es handelt sich dabei um Methylglyoxal (kurz MGO). Zwar enthält jeder Naturhonig Methylglyoxal, jedoch in einer zu geringen Konzentration um eine spürbare antibakterielle Wirkung zu erzielen. In Manuka Honig sind bis zu 800 Milligramm MGO pro Kilo Honig enthalten – im Vergleich zu etwa 20 Milligramm bei gewöhnlichem Honig.

Mehrere Studien haben gezeigt, dass MGO wie ein natürliches Antibiotikum wirkt. Manuka Honig kann sogar gegen multiresistente Keime etwas ausrichten, die Wunden befallen und bisweilen zu einer Blutvergiftung (Sepsis) führen. Tests haben gezeigt, dass sogar Stämme von Staphylococcus aureus, einem gefährlichen Krankenhauskeim, abgetötet werden. Dabei kam es zu keiner Resistenzbildung, einem typischen Problem bei vielen synthetisch hergestellten Antibiotika. Somit ist auch eine dauerhafte Anwendung ohne die Gefahr einer Resistenz möglich.

Professor Dr. Thomas Henle von der Universität Dresden hat Manuka Honig und die Substanz MGO untersucht – den interessanten Artikel aus der Zeitschrift labor & more können Sie hier lesen.

Manuka Honig Anwendung

Manuka Honig kann sowohl innerlich als auch äusserlich gegen eine Vielzahl von Beschwerden angewendet werden. Hier einige Beispiele bei denen der Honig eine Option sein kann…

Äusserliche Anwendung

  • Wundheilung und Wundpflege (sowohl chronische Wunden als auch kleinere Wunden und Verletzungen)
  • Pilzerkrankungen
  • Parodontitis (Zahnfleischentzündung)
  • Schnupfen und Nasennebenhölenentzündungen (auf die inneren Nasenwände gestrichen)
  • Neurodermitis
  • Hautpflege
  • Herpes
  • Akne (Pickel)
  • Gelenkbeschwerden

 

Innerliche Anwendung

  • Stärkung des Immunsystems
  • Magen- und Darmbeschwerden
  • Halsschmerzen und Husten (aufgelöst in Tee oder Inhalation)

 

Wie Sie Manuka Honig passend für Ihre Beschwerde am besten anwenden, haben wir auf dieser Seite für Sie zusammengefasst.

Manuka Honig Erfahrungen

Einen eigenen Erfahrungsbericht in der Anwendung von Manuka Honig (MGO 550+) sowie etliche andere Beispiele haben wir für Sie zusammengetragen.

Qualität (MGO-Gehalt und UMF)

Auch beim Manuka Honig gibt es unterschiedliche Qualitätsstufen bzgl. dessen Gehalt an Methylglyoxal (MGO). Grundsätzlich gilt je höher dieser Wert um so größer die antibakterielle Wirkung des Honigs. Einige Studien haben gezeigt, dass eine medizinische Wirkung erst ab einem MGO-Gehalt von 100 zu erwarten ist.

Bei in Neuseeland abgefüllten Honigen wird die Qualität mit dem sogenannten UMF-Wert (Unique Manuka Factor) angegeben. Die folgende Tabelle zeigt die ungefähren Bezugswerte zwischen UMF und MGO:

UMF 10 15 20 25
MGO 100+ 250+ 400+ 550+

Bei einem MGO-Gehalt von über 400 hat man schon Spitzenqualität, was sich jedoch auch im Preis niederschlägt. So kann ein Glas Manuka Honig durchaus 50€ oder mehr kosten.

Produktfälschungen

Da Manuka Honig so gesund und verhältnismäßig ziemlich teuer ist, macht es das interessant für Betrüger. So werden häufig ganz gewöhnliche Honige als Manuka Honige ausgegeben, in denen aber wenig bis kein Methylglyoxal enthalten ist. Gerade das macht aber den Manuka Honig erst wirksam. In Neuseeland werden jährlich ca. 1.700 Tonnen des wertvollen Honigs produziert – im Handel sind aber etwa 10.000 Tonnen Honig mit der Bezeichnung Manuka im Umlauf. Diese Zahlen belegen wie schwerwiegend das Problem mit teueren Produktfälschungen ist – nur etwa 17% sind echt.

Leider ist es nicht generell möglich echten Manuka Honig von ganz gewöhnlichem Honig an Hand des Geschmacks oder Aussehens zu unterscheiden. Das wäre nur durch eine chemische Prüfung möglich. Am einfachsten erkennt man den originalen Manuka Honig an dem Aufdruck des Wirkstoffgehalts MGO oder UMF.

Bei Deklarationen wie active plus oder active 10 handelt es sich meist um ein Indiz für Fälschungen. Weiterhin sollten Sie darauf achten, dass die Herkunft des Honigs auch wirklich Neuseeland ist.

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* am 9.08.2016 um 22:26 Uhr aktualisiert

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* am 9.08.2016 um 21:28 Uhr aktualisiert

* am 9.08.2016 um 21:22 Uhr aktualisiert

Hat Manuka Honig Nebenwirkungen?

Aktuell sind keine Nebenwirkungen bekannt. Vorsicht ist nur geboten falls Sie Diabetiker sein sollten – dann ist ein Verzehr eher nicht zu empfehlen, da der Honig zum Großteil aus Zucker besteht wird der Blutzuckerspiegel schnell gesteigert.

Videobeitrag von der Gesundheitslounge Berlin

 

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